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Alpenländisches Brauchtum am Gauder Fest



700 Jungtrachtler zogen durch den Ortskern von Zell am Ziller und begeisterten die großen und kleinen Schaulustigen mit ihren farbenfrohen Trachten.

Ranggeln, Sechskämpfe, eine Jubiläumsaustellung des Tiroler Grauviehzuchtverbandes inklusive Wahl zur „Miss Gauder“– das waren nur einige Programmpunkte des diesjährigen Gauder Samstages. Jahrhunderte alte Traditionen sind am Gauder Fest erhalten geblieben und faszinieren Jahr für Jahr Besucher aus Nah und Fern. Ein besonderes Highlight war erneut der Einzug der Jungtrachtler, die mit ihren farbenfrohen Gewändern alle Blicke auf sich zogen. Sportlich ging es zu beim Ranggeln um den Titel des „Gauder Hogmoars“– Christian Mayer aus Taxenbach, Salzburg konnte ihn dieses Jahr für sich verbuchen. Das Team der Landjugend Wattenberg triumphierte beim Gauder Sechskampf. Abermals wurde die Wahl zur „Miss Gauder“ organisiert und – richtig – diesen schönen Titel darf tatsächlich eine stattliche Kuh tragen.

Was sind die Kriterien für eine „Miss Gauder“? Im Falle von Stiermutterkuh Sendrin des Züchters Josef Dengg, die dieses Jahr mit diesem Titel gekürt wurde, ist es laut dem Geschäftsführer des Tiroler Grauviehzuchtverbandes Raphael Kuen das Komplettpaket: „Ein gutes äußeres Erscheinungsbild, ein sicherer Tritt und die Milchleistung spielen eine wesentliche Rolle. Nachdem wir im Verband auf eine nachhaltige Zucht Wert legen, hat grundsätzlich auch die alte Kuh bessere Chancen auf den Titel.“ Die Wahl zur Miss Gauder fand in diesem Jahr im Rahmen einer Jubiläumsausstellung zu 30 Jahren Zillertaler Grauvieh statt. Einen besonderen Höhepunkt stellte dabei auch die Präsentation der Jungzüchterinnen und Jungzüchter mit ihren Tieren dar. Das Motto der Jungzüchter: „Freude am Vieh!“ Damit sollen vor allem junge Mädchen und Burschen für die Landwirtschaft motiviert werden.

Der erfolgreichste Züchter der Jubiläumsausstellung Josef Dengg mit seiner Miss Gauder Sendrin.
Martin Lechner und Oswald Gredler mit den jungen Trachtlern.

Jungtrachtler Umzug

Am Gauder Samstag standen neben den Jungzüchtern des Tiroler Grauviehzuchtverbandes auch die Nachwuchs-Trachtler aus dem ganzen Land im Rampenlicht. Der „Tag der Trachtler Jugend“ wurde zelebriert mit dem Einzug von 700 Jungtrachtlern vom Bahnhof durch das Zeller Ortszentrum bis zum Zillertal Bier Festzelt. Angeführt wurden sie dabei von Ministerin Margarete Schramböck und Landeshauptmann Stellvertreter Josef Geisler. Im Festzelt begeisterten die Jungtrachtler mit traditionell alpenländischen Tanzeinlagen. Tiroler Landestrachtenverbands-Obmann Oswald Gredler schätzt den Einsatz der Jungtrachtler beim Gauder Fest: „Wenn ich sehe, mit wie viel Freude und Begeisterung die jungen Leute die heimische Tracht tragen und altes Brauchtum weiterverfolgen, dann weiß ich, dass für Traditionen immer Platz sein wird in einer Welt, die sich ansonsten so rasch wandelt. Gleichzeitig zeigt das Gauder Fest wie wichtig es ist, junge Mädchen und Burschen schon früh für eine Sache zu begeistern. Die Jungtrachtler von heute sind die Vereinsmitglieder der Trachtenvereine und Plattlergruppen von morgen.“

Wettkämpfe und Festtagsstimmung

Sportlich-spannend ging es am Außengelände des Gauder Fests zu. Den begehrten Ranggler-Titel des „Gauder Hogmoars“, um den die stärksten Männer des Alpenraums kämpften, konnte dieses Jahr Christian Mayer aus Taxenbach, Salzburg für sich entscheiden. Auf dem zweiten und dritten Platz konnten sich der Vorjahressieger Hermann Höllwart, ebenfalls aus Taxenbach und Kendler Christoph aus Saalbach behaupten. Beim Gauder Sechskampf, in dem es Disziplinen wie Baumstammwerfen, Bierfassrollen, Bierkistensteigen oder Seilziehen zu bewältigen gibt, sind 17 Teams aus Österreich, und Deutschland angetreten. Wichtig dabei: Alle Teilnehmer waren in Tracht gekleidet. Den Sieg bei den Herren holte das Team "Jungbauern Wattenberg", bei den Damen stand das Team „Brautmädels 2“ am Siegertreppchen ganz oben. Neben Urkunden erhielten die Gewinner auch exklusive Bierspezialitäten der Privatbrauerei Zillertal Bier, die auch den legendären Gauder Bock für das Gauder Fest braut.

Die stärksten Männer des Alpenraums kämpften um den begehrten Gauder Hogmoar.

Gelebte Tradition beim Gauder Fest

Der Gauder Markt war ebenfalls sehr gut besucht. Hier lockten vor allem alte Handwerksvorführungen. Vom Nagelmacher über den Korbflechter bis hin zum Weber – diese und noch mehr traditionelle Handwerksmeister zeigten live ihr Können und zogen die Zuseher in ihren Bann. Natürlich kam auch die Stimmung im Zillertal Bier Festzelt nicht zu kurz. Nachdem die Musikgruppe „Der harte Kern“ der Menge schon eingeheizt hatte, brachten die „Sumpfkröten“, die auch jedes Jahr beim Oktoberfest fix vor Ort sind, mit ihrer Sound-Mischung aus Schlagermusik und Rock and Roll die Stimmung zum Höhepunkt.

Am Gauder Markt zeigen traditionelle Handwerker ihr Können.
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